(K)eine Frage des Glaubens
Heilungsräume Uelzen: Christen beten für Kranke

Uelzen – „Wir sind keine Wundertäter und haben keine besonderen Gaben. “ Winfried Wanke räumt erst mal mit ein paar Vorurteilen auf. Niemand läuft bei den Heilungsräumen Uelzen mit Räucherstäbchen durch den Raum und es wird niemand beschworen.
„Wir sind einfach nur Christen, die glauben, dass Gott heilen kann. “.
Wenn jemand zu ihnen kommt, der ein körperliches oder psychisches Leiden hat, machen der 82-Jährige und seine 15 Kollegen nichts anderes, als für ihn zu beten. Dabei sei es egal, ob oder an was derjenige glaubt. Seit inzwischen 15 Jahren bieten sie die „Sprechstunde Gottes“ an – ehrenamtlich und kostenlos. Hilfesuchende kämen bis aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg nach Uelzen.
Für Bedürftige zu beten, ist laut Gudrun Sudbrink ein Schatz, der in der heutigen Zeit verloren gegangen ist: „Es sollte selbstverständlich sein, dass man sich an Gott wendet, wenn es einem nicht gut geht.“ Die 58-Jährige hat Gott laut eigener Aussage schon oft erlebt: „Zu uns kam eine Frau, die Gebärmutterhalskrebs hatte – die OP war schon angesetzt“, erzählt sie. „Wir haben für sie gebetet.“ Kurz darauf habe der Hausarzt festgestellt, dass der Krebs weg ist. Einem Lungenkrebs-Patienten habe sein Arzt gesagt, dass er noch drei Monate zu leben hätte. „Das ist zwei Jahre her – er lebt immer noch“, sagt Gudrun Sudbrink. „Manche Ärzte schicken Patienten zu uns, die bereits austherapiert sind“, erklärt Winfried Wanke.
Eine Garantie auf Besserung könne natürlich niemand geben. „Was wir aber versprechen, ist, dass die Leute Zuwendung bei uns erfahren.“
VON SANDRA HACKENBERG
